Erblich bedingter Haarausfall

Erblich bedingter Haarausfall

Andreas Kraemer

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Anlage bedingter/Erblich bedingter Haarausfall - "Androgenetische Alopezie" (AGA) Bei wem tritt erblich bedingter Haarausfall (vererbbarer Haarausfall) auf?

Erblich bedingter Haarausfall wurde bei einem Grossteil der 20 Millionen "Haarausfall-Betroffenen" in Deutschland diagnostiziert.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen dem androgenetischen Haarausfall des Mannes, also dem vererbbaren Haarausfall - auch maennliche Glatzenbildung genannt - und dem androgenetischem Haarausfall bei der Frau. Haarausfall bei Frauen ist ebenso wie bei Maennern eine relativ haeufige Erscheinung, hat aber einige drastische Konsequenzen: Haarausfall bei Maennern ist "gesellschaftlich akzeptiert", eine Frau mit Haarausfall aber nicht. Die Ursachen des Haarausfalls sind aufgrund der hormonellen Situation komplexer als beim Mann. Die Behandlungsmoeglichkeiten von Haarausfall sind eingeschraenkt.

Das Enzym 5 alpha reductase

Welche Rolle spielt das Enzym 5 alpha reductase bei Haarausfall? Grob erklaert wandelt das Enzym 5-alpha reductase das Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) um. DHT scheint dabei die Schluesselrolle bei dieser spezifischen Form des Haarausfalls zu spielen. Es triff dann vermehrt in den absterbenden Haarwurzeln auf. Es liegt also nahe, die DHT-Menge bei Haarausfall reduzieren zu muessen. Wichtig ist hierbei, dass die im Haarfollikel wirkende Hormon-Menge auf zwei Wegen beeinflusst werden kann:

  • 1. Durch die Verringerung der Gesamtmenge an Hormonen im Koerper; wobei hier immer das Risiko der Beeinflussung anderer Koerperfunktionen besteht;

  • 2. Durch die lokale Verringerung von DHT am Haarfollikel, was durch Beeinflussung des Enzyms 5-alpha-Reduktase moeglich ist. Die 5-alpha-Reduktase bildet im Haarfollikel DHT aus Testosteron (beim Mann) bzw. DHEA = Dehydroepiandrosteron (bei der Frau).

Erblich bedingter Haarausfall und Antiandrogene

Alle Produkte, die auf einem dieser Wege gegen Haarausfall wirken, werden Antiandrogene genannt.

Insbesondere bei Maennern das verschreibungspflichtige Mittel Propecia, dass obigen Ansatz gegen Haarausfall hat.

Frauen duerfen Propecia bei Haarausfall nicht einnehmen.

Haarausfall speziell bei der Frau

Wie der Name androgenetische Alopezie, androgenetischer Haarausfall, oder vererbbaren Haarausfall schon sagt, spielt das maennliche Sexualhormon Testosteron, auch bei dem Haarausfall der Frau, wenngleich in viel geringerer Konzentration, eine entscheidende Rolle. Das heisst aber nicht, dass bei Frauen bei dieser Form des Haarausfalls die Testosteron-Spiegel im Blut erhoeht ist. Meist sind die Hormonspiegel im Normbereich, denn es handelt sich nicht um eine hormonelle Stoerung, sondern um eine genetische Anlage der Haarfollikel, verstaerkt bzw. sensibler auf Androgene (maennliche Hormone) zu reagieren. Die Behandlung dieses Haarausfalls erfolgt z.B. mit oestrogenhaltigen Haartinkturen oder minoxidilhaltiger Loesung. Der Wert einer innerlichen Haarausfall-Behandlung mit Hormonen (Pille) wird unterschiedlich diskutiert.