Erblich bedingter Haarausfall

Erblich bedingter Haarausfall

Haartransplantation-Infos.de -> erblich-bedingter-haarausfall

Anlage bedingter/Erblich bedingter Haarausfall - "Androgenetische Alopezie" (AGA)


Bei wem tritt erblich bedingter Haarausfall (vererbbarer Haarausfall) auf?

Erblich bedingter Haarausfall wurde bei einem Großteil der 20 Millionen "Haarausfall-Betroffenen" in Deutschland diagnostiziert.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen dem androgenetischen Haarausfall des Mannes, also dem vererbbaren Haarausfall - auch männliche Glatzenbildung genannt - und dem androgenetischem Haarausfall bei der Frau. Haarausfall bei Frauen ist ebenso wie bei Männern eine relativ häufige Erscheinung, hat aber einige drastische Konsequenzen: Haarausfall bei Männern ist "gesellschaftlich akzeptiert", eine Frau mit Haarausfall aber nicht. Die Ursachen des Haarausfalls sind aufgrund der hormonellen Situation komplexer als beim Mann. Die Behandlungsmöglichkeiten von Haarausfall sind eingeschränkt.


Das Enzym 5 alpha reductase

Welche Rolle spielt das Enzym 5 alpha reductase bei Haarausfall? Grob erklärt wandelt das Enzym 5-alpha reductase das Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) um. DHT scheint dabei die Schlüsselrolle bei dieser spezifischen Form des Haarausfalls zu spielen. Es triff dann vermehrt in den absterbenden Haarwurzeln auf. Es liegt also nahe, die DHT-Menge bei Haarausfall reduzieren zu müssen. Wichtig ist hierbei, dass die im Haarfollikel wirkende Hormon-Menge auf zwei Wegen beeinflusst werden kann:

  • 1. Durch die Verringerung der Gesamtmenge an Hormonen im Körper; wobei hier immer das Risiko der Beeinflussung anderer Körperfunktionen besteht;
  • 2. Durch die lokale Verringerung von DHT am Haarfollikel, was durch Beeinflussung des Enzyms 5-alpha-Reduktase möglich ist. Die 5-alpha-Reduktase bildet im Haarfollikel DHT aus Testosteron (beim Mann) bzw. DHEA = Dehydroepiandrosteron (bei der Frau).

Erblich bedingter Haarausfall und Antiandrogene

Alle Produkte, die auf einem dieser Wege gegen Haarausfall wirken, werden Antiandrogene genannt.

Insbesondere bei Männern das verschreibungspflichtige Mittel Propecia, dass obigen Ansatz gegen Haarausfall hat.

Frauen dürfen Propecia bei Haarausfall nicht einnehmen.


Haarausfall speziell bei der Frau

Wie der Name androgenetische Alopezie, androgenetischer Haarausfall, oder vererbbaren Haarausfall schon sagt, spielt das männliche Sexualhormon Testosteron, auch bei dem Haarausfall der Frau, wenngleich in viel geringerer Konzentration, eine entscheidende Rolle. Das heißt aber nicht, dass bei Frauen bei dieser Form des Haarausfalls die Testosteron-Spiegel im Blut erhöht ist. Meist sind die Hormonspiegel im Normbereich, denn es handelt sich nicht um eine hormonelle Störung, sondern um eine genetische Anlage der Haarfollikel, verstärkt bzw. sensibler auf Androgene (männliche Hormone) zu reagieren. Die Behandlung dieses Haarausfalls erfolgt z.B. mit östrogenhaltigen Haartinkturen oder minoxidilhaltiger Lösung. Der Wert einer innerlichen Haarausfall-Behandlung mit Hormonen („Pille“) wird unterschiedlich diskutiert.