Kreisrunder Haarausfall

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Andreas Kraemer

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Kreisrunder Haarausfall (Alopecia Areata)

Unter kreisrundem Haarausfall (Alopecia Areata, oder Alopecia circumscripta / Pelade / Areata Celsis / kreisrunder Haarausfall) bezeichnet man einen runden lokal begrenzten krankhaften Haarausfall. Dieser wurde erstmals von Hippokrates erwähnt und damals wohl wegen einer Anlehnung an eine Fuchskrankheit so genannt, weil man beobachtet hatte, dass auch manchen Füchsen die Haare rund, also fleckenförmig ausfielen.

Deutsche Volkskrankheit kreisrunder Haarausfall

In Deutschland leiden ca. 1,4 Millionen Menschen unter Kreisrundem Haarausfall. Kreisrunder Haarausfall ist somit die häufigste entzündliche Haarausfallerkrankung und kann im Prinzip in jedem Lebensalter auftreten, wobei oft Menschen vom 2. und 3. Lebensjahrzehnt vom kreisrunden Haarausfall betroffen sind. Typischerweise liegen beim kreisrunden Haarausfall am behaarten Kopf eine oder mehrere kreisrunde kahle Stellen vor. Daher wird auch vom "kreisrundem" Haarausfall gesprochen. So genannte „Ausrufezeichen-Haare“ findet man oft in sogenannten Randbereichen. Das sind dann kurz abgebrochene Haare, die an ihrem Ende immer dünner werden. Diese kahle Stellen sind eingesunken, glatt, nicht schuppend und die Haarfollikel sind erhalten. Oft stellt man auch Veränderungen der Fingernägel mit Rillen, Sandpapier-artigen Aufrauhungen, oder Grübchen fest.
Die exakten Gründe weswegen kreisrunder Haarausfall entsteht liegen leider noch im Dunkeln. Angenommen wird aber, dass sich gewisse Immunzellen, die sich im Prinzip um die Gegenwehr von Viren, Pilzen und Bakterien kümmern sollen, ihre Aktivität gegen die Zellen in den Haarwurzeln des eigenen Körpers richten (Immunsystemdefekt/Autoimmunreaktion) .

Die eigenen Haare als Feinde

Die Haare werden so von dem Immunsystem als "fremd" erkannt und wohl deshalb abgewehrt. Zunächst entsteht eine Entzündungsreaktion, die das Haarwachstum hindert und letzendlich zum Ausfallen des Haares führt. Vielen Menschen wachsen an diesen kahlen Stellen sogar ohne Behandlung wieder Haare und die Stellen wieder zu und die Symptome sind daher lediglich zeitlich begrenzt. Der Haarausfall kann jedoch weiterhin fortschreiten und zum Verlust komplett aller Kopfhaare, was als Alopecia totalis bezeichnet wird. Er kann ebenso zum Verlust komplett aller Körperhaare, wass dann Alopecia universalis genannt wird, führen.
Psychosomatische Ursachen, konnten in Studien nicht bewiesen werden. Trotzdem gibt es Untersuchungen, die auf ein Zusammenspiel des kreisrunden Haarausfalles und Stress hingewiesen haben. Diese Theorie, dass kreisrunder Haarausfall (Alopecia Areata) durch Stress ausgelöst wird, ist aber eher spekulativ und wird auch kontrovers diskutiert.
Was sicher ist: Eine gewisse Vererbungskomponente muss wohl vorliegen, da über eine familiäre Häufung in 10 - 25% der Fälle berichtet wird.

Diagnose-Verfahren zur Feststellung vom kreisrunden Haarausfall

Es werden meist folgende Methoden angewendet, um den Stand des kreisrunden Haarausfalls festzustellen Trichogramm: - dabei werden mindestens 50 Haare ausgerissen und untersucht Kopfhautbiopsie: Kophaut wird entnommen und untersucht.

Sonderform nicht reversibler kreisrunder Haarausfall

Eine besondere Form des kreisrunden Haarausfalls (Alopecia areata) ist die a.a. atropicans, welche auch Pseudopedale Brocq genannt wird. Diese tritt öfters bei Frauen zwischen 30 und 55 Jahren auf und fängt schleichend mit kleinen haarlosen Stellen (Flecken) sowie geröteter, glänzender Haut an. Der Haarausfall ist dabei – im Gegensatz zur häufigen Wiederbehaarung bei der normalen Alopecia areata langsam und fortschreitend und nicht reversibel, da es hierbei zu einer herdförmigen Zerstörung der Haaranlagen kommt.